Der Qualitätsmanager – ein Relikt aus alten Zeiten?

Brauchen wir das Qualitätsmanagement heute eigentlich noch? Und, wenn ja, wozu? In der frühen Nachkriegszeit war das Qualitätsmanagement stark vom Gedanken der Qualitätssicherung geprägt. Qualitätsmanager – das waren häufig erfahrene, gediente Kollegen, die ein genaues Gespür für Normabweichungen hatten. Ihre Aufgabe war es, die Wertschöpfung des Unternehmens – vom Wareneingang bis zur Endfertigung – zu …

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Zeit für eine neue Meeting-Kultur

Meetings haben ihren guten Ruf verloren. Vorbei die Zeiten, in denen ein gut gefüllter Terminkalender Indikator für Produktivität war. Heute sind Meetings gleichbedeutend mit langweiligen Diskussionsrunden, in denen alles getroffen wird – außer Entscheidungen. Dabei sind Meetings im Grunde völlig in Ordnung – seit Urzeiten kommen Menschen in Familie, Gesellschaft und Wirtschaft zusammen, wenn es darum …

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Scrum in der Hardware – eine Zwischenbilanz

Als Takeuchi und Nonaka 1986 den Artikel „The New New Product Development Game“ veröffentlichten, fiel das Wort „Scrum“ zum ersten Mal im Kontext der Produktentwicklung. Dort ging es nicht um Softwareapplikationen, sondern um Kopierer, Fotokameras und PCs. Dennoch stand die Blütezeit von Scrum ganz im Zeichen der Softwareentwicklung: Das Rahmenwerk, das wir heute kennen, entstand in den …

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Die Work-Life-Balance ist tot – es lebe die Vielfalt!

Wie sieht das gute Leben aus? Eric Schmidt hat Recht, wenn er sagt, dass die Debatte um die richtige Work-Life-Balance auf einem mechanistischen Menschenbild beruht, das einfach nicht passt (siehe „Google Execs Have Ideas on How to Run Your Business“). Wer „Leben“ und „Arbeit“ in zwei verschiedene Waagschalen legt, der setzt zwei verschiedene Entitäten (wie Äpfel …

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Inkremente und Iterationen in der Hardwareentwicklung

Mike Cohn hat kürzlich den Unterschied zwischen inkrementeller und iterativer Entwicklung deutlich gemacht und dabei eine Dating-Webseite als Beispiel genommen (hier geht es zu seinem Beitrag). Wie aber sieht es in der Entwicklung von Hardware-Produkten aus, die aus Software, Mechanik und Elektronik bestehen? Wer das Produkt inkrementell baut, der fügt Teile nach und nach zusammen: …

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Meilensteine und Scrum

Um ihren Produktentstehungsprozess planbar zu machen, setzen viele Unternehmen eine Form von Meilensteinplanung ein. Im Detail gibt es hier viele Unterschiede, aber das Prinzip ist immer das gleiche: Die Meilensteine sind Punkte entlang einer zeitlichen Achse, zu denen das Entwicklungsprojekt intern evaluiert wird. Die Zeiträume zwischen den Meilensteinen bilden häufig die Entwicklungsphasen nach dem V-Modell …

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User Storys in der Entwicklung medizintechnischer Produkte

Karl Bredemeyer hat in seinem Artikel „Scrum in der Medizintechnik“ die allgemeinen Vorteile agiler Methoden für die Entwicklung medizintechnischer Produkte beschrieben. Durch einen iterativen und inkrementellen Ansatz sind Verifikation und Validierung durch die gesamte Entwicklung hindurch möglich. In diesem und den nächsten beiden Beiträgen zeigen wir anhand von konkreten Beispielen aus unseren Projekten, wie das geht. …

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Adaptive Licensing – Zulassung medizintechnischer Produkte als Lernprozess

Wer  ein medizintechnisches Produkt auf den Markt bringen möchte, muss einen langen Atem und viel Geld mitbringen. Die zwei wichtigsten Zulassungsbehörden – die FDA in den USA und die EMA in Europa – verlangen Nachweise dafür, dass das Produkt korrekt funktioniert und dass die Vorteile für die Gesundheit die bekannten Risiken überwiegen. Keiner zweifelt an, …

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Die Lego-Story oder das Geheimnis gelungener Skalierung

Wenn wir von Skalierung sprechen, denken wir häufig an Umbrüche, Neuorganisation und Transformationen. Wir haben große Schemata und Organigramme im Kopf. Ein schönes Lehrstück darüber, wie solche Skalierungen mächtig schiefgehen können, beschreibt David Robertson in seinem Buch „Brick by Brick“. Es erzählt die Geschichte der dänischen Lego-Gruppe. Besonders spannend sind zwei Augenblicke in der Firmengeschichte: Zum …

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Cross-funktionales Arbeiten – wie geht das?

Über Apple ist in den letzten Jahren so viel geschrieben worden, dass in der Flut an Informationen nur noch wenige wirklich neue Erkenntnisse aufwarten. Und doch: Auf der Webseite Co.Design ist kürzlich ein aufschlussreiches Kurzportrait über Apples Designkultur erschienen. Der Bericht stützt sich auf Mark Kawano, der sieben Jahre lang als Designer für Apple arbeitete. …

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Drei Argumente für Scrum in der Hardware

Als Takeuchi und Nonaka vor bald 30 Jahren das Wort „Scrum“ für Produktentwicklung in den Mund nahmen, dachten sie an alles außer Software. Ihre Referenzen waren 3M, Canon und Fujitsu – allesamt Hersteller von physischen Produkten. Und doch stand die Jahrtausendwende ganz im Zeichen der agilen Softwareentwicklung. In den letzten Jahren beobachten wir eine Trendwende. …

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Don’t blame the User: Gebrauchstauglichkeit bei Medizinprodukten

Wir alle kennen die Situation: Man möchte eine Herdplatte anmachen, steht jedoch vor vier Knöpfen. Welcher passt zu welcher Herdplatte? Auch nach mehreren Jahren Gebrauch kann es passieren, dass die falsche Platte angeschaltet wird. Hier bleibt das ohne ernsthafte Konsequenzen – man sieht, dass die falsche Herdplatte aufleuchtet und bemerkt den Bedienungsfehler. Was aber, wenn es …

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Der Lebenszyklus medizinischer Software

Im Beitrag „Medizintechnik – im Dickicht der Normen“ erwähnte ich, dass sich die regulatorischen Anforderungen der Medizintechnik erst seit einem knappen Jahrzehnt eigens mit Softwareentwicklung beschäftigen. Das hat einen einfachen Grund: Die Software spielte bei der Entwicklung medizintechnischer Produkte lange Zeit eine untergeordnete Rolle. Software war „das Programm“, mit dem die Geräte bespielt werden mussten, „Hardware …

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Medizintechnik – im Dickicht der Normen

Keine Frage: Die Medizintechnik ist ein stark regulierter Bereich. In forschenden und entwickelnden Unternehmen kann das Dickicht an Richtlinien, Normen und Verordnungen zu einem permanenten schlechten Gewissen führen. Gerade in Entwicklungsteams hängt das Thema Dokumentation dann wie eine schwarze Wolke über dem Projekt – nicht selten wird die Umsetzung der regulatorischen Anforderungen so lange wie …

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Mit Agil richtig dokumentieren

Agilen Entwicklungsmethoden hängt immer noch der Ruf unzulänglicher Dokumentation nach. Gerade in hoch regulierten Branchen wie der Medizintechnik geht es um Verifikation und Validation der Entwicklung, um Rückverfolgbarkeit der Anforderungen und um ein gescheites Risikomanagement. All das macht durchaus Sinn, will man doch sicher gehen, dass ein Produkt am Ende das tut, wozu es entwickelt …

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Der ScrumMaster als Identitätsstifter

ScrumMaster sind dazu da, die Produktivität ihrer Teams zu erhöhen. Gerade in Projekten mit hohem Erfolgsdruck ist diese Erwartung deutlich zu spüren. Vorbei die rosaroten Zeiten, als der ScrumMaster sein Team von den wirtschaftlichen Zwängen der Wirklichkeit zu befreien suchte. Das ist eine gute Entwicklung, denn sie gehört zum Erwachsenwerden dazu. Damit Scrum auch von …

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Halbgare Visionen

Welche Führung braucht es, um Produkte zu entwickeln? Zu den Aufgaben von Führungskräften gehört sicher die Entwicklung der Mitarbeiter und das Durchsetzen eines groben Zielbildes. Und doch sind diese Aspekte zu wenig, wenn es um Produktentwicklung geht. Viel zu wenig. David Auerbach hat im Slate Magazine die Lanze für den agilen Produktmanager gebrochen. Sein Credo: …

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Enttäuschte Erwartungen

Wie kann man die Bildungsqualität im subsaharischen Afrika erhöhen? Indem man Schulbücher umsonst verteilt. Die Hypothese klingt einfach und plausibel. So dachte auch die Weltbank in den frühen neunziger Jahren und startete eine entsprechende Kampagne. Michael Kremer, einem Wirtschaftsprofessor vom Massachusetts Institute of Technology, war das zu einfach. Er machte sich auf die Suche nach …

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Der ScrumMaster als Coach im Heimatsystem

Dass ein ScrumMaster auch Berater sein soll, ist für mich selbstverständlich. ScrumMaster müssen in der Lage sein, das Rahmenwerk Scrum in der Organisation so einzusetzen, dass es Früchte trägt. Diese Erwartungshaltung ist auch für den ScrumMaster nicht die schlechteste – gibt sie ihm doch die Möglichkeit, seine Existenz zu rechtfertigen. Ich helfe, also bin ich. Zugespitzt …

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