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Pliiing, Gong & TickTack: Timeboxen beenden

Dass Timeboxing toll ist, weil es uns ermöglicht, fokussiert und priorisiert zu schnellen Ergebnissen zu kommen und komplexe Umfelder zu stabilisieren, habe ich schon im Blogbeitrag „Was ist so cool an Timeboxing?“ geschrieben. Dieses Mal möchte ich meine beiden Lieblingswerkzeuge vorstellen, die mir beim Timeboxing helfen.

Der Timer

Eines der wichtigsten Hilfsmittel, das ich in meiner Arbeit als Design Thinker kennengelernt habe und nicht mehr missen möchte, ist der Timer mit Zeitscheibe zur Visualisierung der Restzeit. Die Restzeit wird dabei durch eine immer kleiner werdende Farbfläche sichtbar gemacht. Das erzeugt positiven Zeitdruck und hilft, Meetings „in time“ zu einem produktiven Abschluss zu bringen. Der Vorteil gegenüber unsichtbaren Timern (z.B. Countdown auf dem Smartphone) ist, dass die Restzeit die ganze Zeit über im Raum sichtbar ist – nicht als abstraktes Zahlenwerk, sondern einfach und plakativ.

Probieren Sie es in einem Daily aus! Der Nutzen für den ScrumMaster ist groß: Es ist die Zeit, die das Meeting nach 15 Minuten beendet, nicht der „böse“ ScrumMaster, der sein Team zur Eile drängt. Es genügt ein Einwurf wie: „Ihr seht, dass wir nur noch 5 Minuten haben?“ und nach Ablauf der Zeit: „Es tut mir leid, aber unsere Zeit ist rum! Ich hatte das Gefühl, ihr zwei wolltet noch etwas sagen? Können die anderen wieder an die Arbeit gehen und wir besprechen das jetzt gleich noch?“ Schauen Sie dazu auch in den Blogbeitrag über Smart Timeboxing.

Unter Begriffen wie TimeTimer und ZeiTimer finden Sie unterschiedliche Varianten am Markt. Es gibt elektronisch gesteuerte Timer: Diese benötigen eine Batterie und haben ein elektronisches Piepsen, das bei manchen Modellen eine Lautstärkenregelung bietet. Kleinere Varianten sind meist rein mechanisch und haben daher durchgängig ein tickendes Geräusch – das kann in längeren, sehr ruhigen Meetings stören. Der Vorteil dieser Varianten ist, dass sie keine Batterie benötigen, sehr gut in das Handgepäck von uns Consultants passen und oft eine magnetische Rückseite haben, mit der sie einfach an jedem Whiteboard halten.

Laszlo Stein

Klangschale und Gong

Mein zweitliebstes Werkzeug nach dem Timer ist der Gong. Bei meinem elektronischen Timer stelle ich gerne die Lautstärke aus und nutze dafür den Gong. Bereits 1-2 Minuten vor Ende der Timebox schlage ich ihn ganz sanft, so dass ein kaum hörbarerer Ton meine Kollegen auf das Ende dieser Phase vorbereitet. Am Ende dann kommt dann ein lauter Schlag.

Es dauert maximal einen halben Tag (5-8 Einsätze des Gongs), bis Menschen auf dieses Signal trainiert sind und Sie damit die Aufmerksamkeit einfach und ohne ein lautes Wort steuern können. Große Gongs und Klangschalen haben eindeutig die schöneren, tieferen Töne. Damit sind auch leise Schläge möglich. Ich persönlich bevorzuge Gongs mit gebogenem Rand, die flachen Gongs (Windgongs) scheppern mir bei den lauten Tönen zu sehr. Aber wie die großen Timer sind sie für des Consultants Handgepäck nicht geeignet. Ich habe deshalb eine sehr kleine Klangschale angeschafft – daher das „pling“! Denn je kleiner die Klangerzeuger, desto höher der Ton. Sanfte leise Töne sind damit nicht möglich, das hohe „pling“ ist sehr durchdringend. Auch Zimbeln können den selben Zweck erfüllen.

Mein Tipp: Gehen Sie in ein Musikgeschäft (oder auch einen Esoterik-Laden, neben Räucherstäbchen und Traumfängern gibt es dort auch oft Klangschalen) und probieren Sie Ihr zukünftiges Hilfsmittel unbedingt aus. Sie werden erstaunt sein, welche Vielfalt sich beim Vergleich der Instrumente auftut und Sie werden irgendwann den Ton hören, den Sie  gerne mitnehmen möchten.

Die Kraft dieser beiden Werkzeuge liegt in der regelmäßigen Benutzung. Sorgen Sie dafür, dass der Einsatz so schnell wie möglich „normal“ wird und Sie werden ein sehr viel leichteres Leben als ScrumMaster haben.

Pliiing…