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Wann ist ein ScrumMaster erfolgreich?

Woran erkennt man einen erfolgreichen ScrumMaster bzw. welche Kriterien könnten herangezogen werden, um einen ScrumMaster als erfolgreich zu bezeichnen

Ich selbst bezeichne mich als erfolgreichen ScrumMaster, wenn ich

  • … Scrum in einem Team implementieren kann,
  • … mein Team Scrum leben sehe,
  • … als Change Agent fungieren kann,
  • … Scrum ins Management tragen und umsetzen kann,
  • … Meetings zielorientiert, fokussiert leiten und ausführen kann,
  • … Mitarbeiter nicht mehr über Agilität sprechen höre, sondern Agilität leben sehe,
  • … Teams ihre Impediments selbst lösen sehe,
  • … Teams transparenter und offener kommunizieren sehe.

In der Realität ist es etwas schwieriger, diese Vorhaben umzusetzen und somit als ScrumMaster erfolgreich zu sein. Es gibt immer wieder Teams, denen die Umstellung auf Scrum sehr schwer fällt und die neue Arbeitsweisen anfangs ablehnen.

In diesen Teams ist es umso wichtiger, einen ScrumMaster zu haben, der das Team an Scrum heranführt und den Sinn sowie den Zweck der Meetings, Artefakte und Rollen in Scrum dem Team näher bringt. Während sich dieses Vorgehen in der Theorie sehr einfach anhört, gibt es in der Realität Teams, die zu Meetings kommen und angeben, sie seien nur anwesend, “weil sie dazu ja gezwungen werden“. Diese Meetings verlaufen dann in etwa so: Die Teammitglieder sind demotiviert und geben dem ScrumMaster das Gefühl, dass sie dieses Meeting über sich ergehen lassen. Sie meckern bei jedem einzelnen Punkt gefühlte 20 Minuten, damit man auch ja weiß, dass sie keine Lust haben. In dem ganzen Unmut bin ich der ScrumMaster. Ich bin motiviert, ich glaube an mein Team und an mein Ziel. Ich weiß, dass ich es schaffe, das Team zu motivieren und anzuleiten um mitzumachen. Ich schaffe es, sie von den Vorteilen in Scrum zu überzeugen. Das sind mal Ambitionen. Leider vergehen diese, zwar nicht sofort, aber mit der Zeit, und das Team gibt einem auch noch das Gefühl, es hätte seine Sache doch gut gemacht. Das Team hat es schlussendlich doch geschafft, den ambitionierten ScrumMaster zu frustrieren.

In einem dieser Teams, bei dem ich glaubte, dass mein Tun einfach nichts weitergebracht hatte und nichts von dem angekommen war, was ich gesagt oder getan hatte, passierte etwas.
Ja, es passierte tatsächlich: Ich, der ScrumMaster, war erfolgreich. Nicht in dem Sinne wie ich mich persönlich als erfolgreich bezeichnet hätte, aber ich war es. In einer Diskussion zwischen dem Product Owner und der Geschäftsführung sagte der PO: „Ja, der ScrumMaster hat gesagt, wir sollen das so machen …“ Daraufhin mischte sich ein Teammitglied ein und sagte: „Der ScrumMaster hat so etwas nicht gesagt.“ Es war auch so gewesen: Ich, der ScrumMaster, hatte niemandem gesagt, wie er oder sie etwas zu tun hat – und das Team hat mich in Schutz genommen, vor dem Manager und dem PO. Ich hatte es geschafft! Es hatte sich etwas bewegt, ich war erfolgreich.

Wir ScrumMaster dürfen einfach nicht außer Acht lassen, was wirklich ein Erfolg ist und dieses unwillige und demotivierte Team hat mir gezeigt, was es heißt, erfolgreich zu sein. Ein ScrumMaster darf sich als sehr erfolgreich bezeichnen, wenn er es geschafft hat, dass sein Team hinter ihm steht. Ich habe es geschafft, mein Team steht hinter mir und es fühlt sich wirklich wirklich gut an.