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Komfort-, Stress- und Panikzone im Change Prozess

Auch der liebe Voltaire hat es bereits im 18. Jahrhundert geahnt … oder sogar gewusst? Veränderungen rufen Stressreaktionen in Menschen hervor – und das sowohl im positiven als auch im negativen Sinne!
Warum das?

Stellt euch vor, wir würden jeden Tag eine neue Wohnung beziehen, einen neuen Job beginnen, ein neues Team führen, neue Rollen im Scrum bekleiden, einen neuen Partner bzw. eine neue Partnerin an unserer Seite haben … Wäre das nicht grausam? Für mich allerdings! Denn ich bin ein Mensch, der sich auch gerne mal für eine Zeit lang (wenn auch für kurze Zeit) in der eigenen Komfortzone bewegt.
Komfortzone? Ufff, wieder ein Fremdwort … oder doch nicht?

Komfortzone ist derjenige Bereich, in dem wir uns wohlfühlen, in dem es keine neuen Herausforderungen gibt bzw. in dem unsere täglichen Abläufe genau bekannt sind. In dieser Zone gibt es keine persönliche Weiterentwicklung, hier findet kein Lernen statt – da wir uns in einem Umfeld befinden, das uns schlicht und ergreifend bekannt ist. Und das gilt für uns alle!
Wenn wir neue Herausforderungen angehen, und in einem Change Prozess gibt es davon eine ganze Menge, treten wir automatisch aus unserer Komfortzone in die sog. Stresszone (auch Lernzone genannt) hinein. Erst dort beginnt das im Change Prozess notwendige Lernen. D. h. Lernen geschieht außerhalb der Komfortzone – und das in unterschiedlichen Phasen und unterschiedlichen Geschwindigkeiten: von der unbewussten Inkompetenz bis zur unbewussten Kompetenz.

So macht Change Spaß!

  • Michael Pitra

    Ich glaube nicht, dass man extra aus der Komfortzone herausmuss, um an Veränderungen beteiligt zu sein. Der „bekannte Alltag“ hat selbst auch immer wieder neue Herausforderungen parat, die ich absolut nicht in einer Stresszone sehe. Deinem Artikel nach müsste ich aber zwingend aus dem „Bekannten“ entfleuchen, um irgendetwas zu ändern.

    Wenn ich Kochen als Beispiel nehme: probiere ich ein neues Rezept aus oder erfinde selbst ein neues Gericht, ist das für mich kein Verlassen der Komfortzone, denn die Art und Weise der Verarbeitung von Lebensmittel und die Basis-Techniken zur Bereitung von Speisen sind mir wohlvertraut. Es ist vielmehr das Anwenden von Kreativität innerhalb der Komfortzone.

    Daher glaube ich, dass man auch innerhalb der „Bequem-Zone“ Veränderungen vorantreiben kann – wie viele Beispiele aus dem Buch „Der Spielfaktor: Warum wir besser arbeiten, wenn wir spielen“ von Arne Gillert zeigen.

  • Boris Gloger