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Team Spirit stärken – „Magic Moments“ gezielt nutzen

Team Spirit, Teamgeist, ist für jedes Team, und jeden, der in Teams eine besondere Funktion bekleidet, etwas außerordentlich Erstrebenswertes. „Teamgeist ist eine starke Form des Wir-Gefühls, die sich im Gegensatz zum bloßen Wir-Gefühl in gegenseitiger Unterstützung der Gruppenmitglieder ausdrückt, während das Gruppengefühl lediglich vom gemeinsamen Ziel getragen wird.“ (Zitat Wikipedia) Man kann zweifellos davon ausgehen, dass ein vorhandener Teamgeist Elemente wie Motivation, Leistungsbereitschaft und Klima positiv beeinflusst und dass damit ein synergievoller Output des Teams gefördert wird. Gerade in Scrum-Teams, in denen ein hohes Maß an Kooperation, Kommunikation und Selbstorganisation zwingend ist, stellt sich somit die Frage, wie Teamgeist durch Teamentwicklung gefördert werden kann.

Teamentwickler können als spannendes Element sogenannte „Magic Moments“ gezielt einsetzen, um aktiv den Team Spirit zu gestalten. „Bei Magic Moments handelt es sich um Phänomene im Zusammenspiel von Gruppendynamik und Arbeitsebene, die sprunghaft zu einer neuen Prozessqualität führen können.“ (C. Nowak, E. Neubert- Liehm)*

„Magic Moments“ haben zum einen den wunderbaren Vorteil, dass sie in der Regel spontan in der Teamdynamik und im Arbeitsprozess in Erscheinung treten. Sie können aber zum Beispiel auch in Workshops „inszeniert“ werden. „Magic Moments“ haben einen ganzheitlichen Charakter, sie sprechen also Ratio, Emotionen und sogar körperliche Aspekte (z.B. Gänsehaut) in der Wahrnehmung von konkreten kollektiven Situationen an. Bewusste und unbewusste Erlebnisinformationen, Gedanken, Bilder und Szenen werden einerseits aktiviert, anderseits intensiv erlebt und perspektivisch abgespeichert. Und zwar sowohl individuell, als auch im kollektiven Teamgedächtnis und fördern so intensiv und nachhaltig das Gemeinsame im Sinne von Team Spirit.

Beispiele für Magic Moments

Teamentwickler (SrumMaster, Manager, Product Owner) brauchen eine sensible und differenzierte Wahrnehmung und Beobachtung, um „Magic Moments“ zu erkennen und gezielt in den Team- und Arbeitsprozess einzubinden. Praktisch bedeutet das, das was auftaucht aufzugreifen und zu thematisieren. Gefühle und Erlebnisse wie Freude, Stolz, Euphorie, Aha-Erfahrungen usw. prägnant zu machen, zu intensivieren und ihnen Zeit und Raum zu geben. Diese Phänomene können im Alltag situativ auftauchen. Erfahrungsgemäß bieten alle gängigen Meetingformate in Scrum ideale Gelegenheiten. Bei der Gestaltung von Retrospektiven, Daily Scrums, Sprint Plannings, Estimation, Teamentwicklungsmeetings oder Change Management Workshops kann man mit kreativen, lebendigen Methoden und Techniken das Entstehen von „Magic Moments“ fördern. Bilder, Symbole, Metaphern, Bodenanker, Rollenspiele, Outdoor-Aktivitäten etc. sind dafür ein gutes Ausgangsmaterial. Wichtig dabei: Das Team steht im Mittelpunkt, der Teamentwickler nimmt sich zurück. Jedes Team reagiert anders und nur das Team als Kollektiv kann letztlich entscheiden, was es als „Magic Moment“ empfindet und wie es damit umgehen will. Der Teamentwickler fungiert konsequent in der Rolle als Moderator und Feedbackgeber, evtl. auch vorsichtig als „Verstärker“.

TIPP: Lernen, wie man den Team Spirit stärken kann – im Training „TeamDevelopment“ mit Dieter Rösner