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Profil gewinnen – Selbstcoaching für eine souveräne Ausstrahlung

Wer beruflich viel mit Menschen arbeitet, ist immer wieder mit der Frage konfrontiert: „Wie kann ich möglichst elegant Einfluss nehmen, um etwas zu bewegen? Wie schaffe ich es, dass andere mir zuhören, sich entsprechend meiner Vorstellungen bewegen, Regeln akzeptieren, Commitments einhalten?“ Tatsächlichen, wirkungsvollen Einfluss zu haben, ist eng mit souveräner Ausstrahlung (Charisma) verbunden. Wer führen, beraten, verkaufen, coachen will, ist gut beraten, an einer positiven Ausstrahlung zu arbeiten und sein Profil zu „schärfen“. Oft behindern einschränkende Glaubenssätze wie „Eigenlob stinkt“ oder „Schuster, bleib bei deinen Leisten“ ein glaubhaftes Standing. Weg damit! Wäre ein Franz Beckenbauer zum „Kaiser“, ja zu einer „Lichtgestalt“ geworden, hätte er so von sich gedacht? Ganz sicher nicht.

 

Man muss also an sich glauben, Präsenz zeigen und bei aller Bescheidenheit selbstbewusst mit sich und anderen umgehen. Dazu einige Hinweise, wie man im Sinne von „Coach yourself“ die individuelle Ausstrahlung stärken und sein Profil schärfen kann.

 

1) Prüfe Deine mentalen Programme, identifiziere Blockierer (siehe oben) und flexibilisiere sie gezielt. Blockierer sind in der Regel als wahrnehmbare (Glaubens) Sätze gespeichert. Anstatt „Eigenlob stinkt“ kann ein Satz wie „ich kann mich offen und angemessen loben, wenn ich etwas beherrsche und meine Kompetenz zeige“. Auch ein Satz wie „ ich kann, was ich kann und brauche mich nicht zu verstecken“, kann hilfreich sein. Visualisiere Deinen Satz und trainiere ihn, bis er für Dich selbstverständlich wird. Erkenne es bewusst an, wenn Dir etwas besonders gut gelungen ist, wen Du erfolgreich bist oder warst. Du kannst Dich ruhig selbst loben.

 

2)  Bewege Dich in kniffligen Situationen ganz bewusst so entspannt wie möglich. Atme tief durch, in der Ruhe liegt die Kraft und sie strahlt positiv auf andere aus. Vermeide hektische verbale und nonverbale Signale und vermittle Deinem Gegenüber, dass Du Dir, auch wenn es kritisch wird, die Zeit nimmst, die Du brauchst. Identifiziere solche Situationen und programmiere Dich im Vorfeld darauf, möglichst locker und entspannt zu sein.

 

3) Nutze Deinen Körper, um Dich mental sicher, stabil und souverän zu machen. Jeder hat Gesten, Bewegungen, Haltungen gespeichert, die ein gutes, starkes Gefühl vermitteln. Achte darauf, was sich positiv verändert, sich gut anfühlt, wenn Du die Hände so oder so hälst, wenn Du Deine Füße fest auf den Boden stellst, wenn die Arme verschränkst usw. Du kannst mit dem bewussten Aktivieren solcher „somatischer Marker“ Dein Denken, Fühlen und Handeln direkt und situativ stärkend beeinflussen. Finde heraus, welche Deine positiven „somatischen Marker“ sind, und trainiere ihren Einsatz.

 

4) Finde visuelle oder materielle Ressourcenanker in Deinem unmittelbaren Umfeld (Arbeitsplatz), die eine positive und stärkende Botschaft für Dich haben und auf die Du jederzeit zugreifen kannst. Bilder, Farben, ein besonderer Stift, ein Schmuckstück, ein Song, ein Stein oder eine Muschel etc. Diese positiv besetzten Anker können die mentale und  emotionale Befindlichkeit unterstützen und sichern Deine gute Ausstrahlung. Je häufiger Dein Resssourcenanker für Dich im Einsatz ist, umso sicherer wirkt er in Deinem Sinne.

 

5) Nutze die drei „magischen“ Sätze bei ganz  besonderen Herausforderungen, in denen Deine Souveränität „in Gefahr“ ist.

„Ich will…..“,

„Ich kann…“

„Ich darf….“

Diese Sätze stärken Deinen Willen, zu bestehen und vorwärts zu gehen, fokussieren auf Deine Fähigkeiten, es zu können und zu schaffen und Du gibst Dir damit die Erlaubnis, gut zu sein und Standing zu zeigen. Sage Dir ganz bewusst in obiger Reihenfolge langsam und fokussiert diese Sätze, nimm wahr, was Du dabei siehst und erfährst, baue auf ihre Wirkung. Sie sind eine Art Trance zur Selbststärkung, die ganz natürlich ist und die z.B. im Leistungsport seit langem genutzt werden.

 

6) Zeige Humor, wann immer es passt, Andere zum Schmunzeln oder Lachen zu bringen, wird in allen Aussagen zum Thema Ausstrahlung als besonders wertvoll betrachtet. Auch ein Schuss Selbstironie beweist Standing und Souveränität. Humor kann trainiert und entwickelt werden, wenn Du bewusst witzige Impulse bei Dir wahrnimmst und artikulierst.

 

7) Halte zu Deinen Gegenübern sicheren Blickkontakt, ohne Sie zu fixieren. Schwinge Dich auf Sie ein und sorge für eine möglichst gleiche „Wellenlänge“. Deine Gesprächspartner akzeptieren Dich eher, wenn Sie, meist völlig unbewusst, eine verbale, mentale oder körperliche Übereinstimmung wahrnehmen. Motto: „Wen ich als relativ ähnlich erlebe, kann nicht mein Feind sein“ Das stärkt den sozialen Kontakt und öffnet den anderen für Deine Ausstrahlung.

 

DIe Neurowissenschaft hat sich in den letzten Jahren intensiv mit den Themen der genetischen Prägung versus Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten befasst. Sie ist aktuell zu der Erkenntnis gekommen, dass wir zu ca. 50% von mentalen Mustern geprägt und 50% biographisch erlernt sind. Das heißt, dass auch solche individuellen Persönlichkeitselemente wie Ausstrahlung (Charisma) gezielt in jedem Alter beeinflussbar sind und weiterentwickelt werden können. Das erfordert Selbstreflexion, eine klare Zielsetzung und immer wieder Training, d.h. Wiederholung. Eine strake und positive Ausstrahlung ist sicher ein Schlüssel für Erfolg, sei es beruflich oder privat.

 

Tipp: Trainings mit Dieter Rösner für souveränes Auftreten und Handeln. Alle Termine hier.