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Der Product Designer als rechte Hand des Product Owner?

Die Anforderungen an den Product Owner sind immens hoch. Je nach Produkt und Zuständigkeit übernimmt er eine große Verantwortung: Einerseits aus der Sicht des Business Value und der Steigerung der Produktattraktivität für den Kunden, anderseits aus der organisatorischen Sicht. Er muss den Überblick über die Termine mit Kunden halten, Kundenkontakt halten, um Anforderungen entgegenzunehmen und entsprechend im Backlog zu verorten. Schon allein die Pflege des Backlogs und der dazugehörigen Formierung der Anforderungen an das Team ist eine hohe Belastung. So fangen immer mehr Unternehmen damit an, ihre „ehemaligen“ Product Designer (PD) als „rechte Hand“ des PO einzusetzen. Die PDs schreiben Feinkonzepte, halten den Kontakt zum Kunden und arbeiten dem PO zu.

 

Vom Gedankengang her gar nicht so falsch. Der PD als Sparring Partner – als jemand, der mitdenkt, überprüft und gestaltet. Gleichzusetzen mit der Zusammenarbeit, die wir ja auch in den ScrumTeams finden. Aber kritisch zu sehen: Durch das Zuarbeiten des PD führen wir eine unnötige Hierarchieebene ein.

Die Verantwortlichkeit des PO verändert sich: Er ist „nur noch“ derjenige, der auf dem Backlog sitzt und die Zuarbeiten kontrolliert. Wie könnte eine Lösung aussehen? Beispielsweise kann man darüber nachdenken, wie man das Produkt in einzelne Komponenten oder Projekte aufteilt, um die Arbeit für einen PO „mundgerecht“ zu machen. Dabei bleibt unbestritten, dass die Verantwortlichkeit des PO hoch ist und er auch mit dem Abspecken seiner Rolle ein Workaholic ist und bleibt.

 

Wir reden von Selbstorganisation und Emanzipation der Teams: Also auch Teammitglieder können Storys schreiben. Eine große Entlastung für den PO.

  • Boris Gloger

    btw – Ken Schwaber erklärte mir wieder auf den Scrum Days – der PO schreibt keine Stories :)