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Führung ist?

„Führung ist, wenn du vorausgehst und die anderen folgen dir!“ Dieser Spruch ist in keiner Situation so deutlich wahrnehmbar wie beim Trainieren eines Pferdes. Ein Pferd hat den angeborenen Trieb, hinter dem Leitpferd zu laufen. Dieses Leitpferd muss vom nachfolgenden Pferd allerdings in seiner Rolle als „Anführer“ akzeptiert werden. Auch ein Mensch kann so ein Leitpferd sein, allerdings muss dazu zwischen Mensch und Pferd ein klares Führungsverhältlnis aufgebaut werden.

Ist das einmal geschafft, läuft das Pferd ruhig im exakt gleichen Tempo dem Menschen hinterher. Aber jetzt wird es faszinierend: Ist der Mensch unsicher und dreht sich ständig nach dem Pferd um, bleibt das Pferd stehen. Ich muss also darauf vertrauen, dass mir mein Pferd folgen wird. Drehe ich mich um, werde ich enttäuscht und glaube vielleicht auch noch, dass ich das Pferd am Strick ziehen muss (Gewalteinwirkung), damit es mir folgt. Manchmal bleibt ein Pferd, das eigentlich folgt, dennoch stehen. Meistens ist das der Fall, wenn das Pferd etwas gesehen hat und das – anders als ich – als Bedrohung wahrnimmt. Meistens wartet es dann, bis ich vorausgehe und deutlich mache, dass keine Gefahr droht – dann folgt es mir mutig weiter.

Für mich war das sehr sehr lehrreich, gerade in der Frage, wie Führung funktioniert. Führung funktioniert sicher nie ohne Vertrauen in die eigene Rolle und ohne Vertrauen in das Team. Es wird folgen, wenn der Weg, den ich gehe, für das Team sicher genug ist.