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Der ScrumMaster – Führung

Ich finde, dass uns die Passage über die Kompetenzen eines ScrumMasters so gelungen ist, dass ich sie Euch sofort zum Lesen geben muss:

„Die Führungsaufgabe des ScrumMaster liegt darin, die Rahmenbedingungen um das Team herum zu schaffen, damit es sich selbst organisieren kann. Gleichzeitig muss er das Team fordern und damit fördern, das Management-Framework Scrum etablieren und die Teammitglieder darin unterstützen, sich selbst zu organisieren. Er erzeugt die Offenheit, die man für eine tatsächliche Selbstkontrolle braucht. Mit dem Product Owner arbeitet er daran, dass Vision und Zielrichtungen eindeutig werden.“ und weiter …

„Der ScrumMaster muss zunächst für sich selbst klären, was er selbst mit seinem Team erreichen will, wie er das mit dem Team und für das Team erreichen will. Dafür muss er für sich selbst auch sehr schnell klären, welche Kompetenzen er selbst erwerben muss. Ein ScrumMaster muss sich also damit auseinandersetzen, wie er selbst ein immer besserer ScrumMaster werden kann. Der Mensch, der diese Rolle ausfüllen will, muss sich darüber im Klaren sein, dass er in jeder Hinsicht ein Vorbild ist. Man kann nicht Regeln aufstellen und ihre Befolgung einfordern, wenn man sich selbst nicht dazu verpflichtet fühlt.

Ein ScrumMaster ist dazu da, Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Er braucht dafür die Fähigkeit zwischen wichtig und unwichtig, zwischen sofort und später unterscheiden zu können. Er muss dafür Prioritäten setzen können, die gleichsam die wichtigsten Pflastersteine auf dem Weg zum Ziel sind. Wer diese Fähigkeiten nicht mitbringt, läuft Gefahr, sich zwischen Nichtigkeiten zu zerreiben und die wirklich wichtigen Dinge zu übersehen.

Konflikte ansprechen und lösen, neutrales Feedback geben, Verbesserungspotenziale und falsche Verhaltensweisen aufzeigen – das alles ist eine Frage der Offenheit den Teammitgliedern gegenüber. Für einen ScrumMaster bedeutet Offenheit im Sinne der agilen Selbstführung aber vor allem: Selbstreflexion. Sich die eigenen Schwächen einzugestehen und zu erkennen, was sie mitunter bei anderen Menschen bewirken können, ist eine der härtesten Aufgaben für jemanden, der sich weiterentwickeln will. Gerade unter Männern wird nicht gerne über emotionale Führung geredet. Dabei bedeutet das nicht, einen Kuschelkurs zu fahren. In erster Linie geht es darum, sich darüber bewusst zu werden, ob jemand seine Emotionen im Griff hat oder ob die Emotionen ihn im Griff haben. Man kann einem Team Gelassenheit vermitteln oder man kann es verunsichern, wenn man bei jedem Impediment nervös wird.“

Wer mehr lesen will … wir sind bald fertig – Das Buch ist bei uns gerade im Review und dann geht es noch zu Verlag zum nochmaligen Lesen. Bald ist es draussen.