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Einzelkämpfer ScrumMaster? Herausforderungen als ScrumMaster Team gemeinsam meistern Teil 3

Dieter Rösner, ein erfahrener Business Coach, hat mit uns nicht nur das ScrumMaster Pro Concept entwickelt, welches zum zertifizierten ScrumChange Manager führt, sondern er hat auch immer wieder brilliante Ideen: Die Adaption bestehender Coaching-Verfahren auf unser Bedürfnisse als ScrumMaster. In vier Teilen wird er uns in den nächsten Tagen kurz vorstellen, wie das Cooperative Team Coaching Modell, CTC funktioniert. Hier nun Teil 3.

[…] Im Sinne der Selbstorganisation des CTC-Teams werden die 4 Rollen, die den Coachingprozess gestalten von jedem Teammitglied wechselseitig pro Einheit oder pro Fallsituation innerhalb einer Einheit übernommen. Die vier CTC Rollen sind:

1. Der Fallgeber

Der Fallgeber benennt sein Beratungsanliegen und Arbeitsziel und trifft mit den kollegialen Beratern einen Beratungskontrakt. Er schildert die Fallsituation, Reaktionen, eigene und fremde Verhaltensweisen, Auswirkungen, bereits versuchte Maßnahmen und Lösungen ggf. in visualisierter Form. In den Phasen IV und V geht er konsequent in Distanz und nimmt das Beratungsgeschehen von „außen“ wahr (Perspektivenwechsel, dissoziiert). Dies erfordert ein hohes Maß an Disziplin.

2. Der Coach

Der Coach achtet vorrangig auf Struktur, Zeitmanagement, Spielregeln und Steuerung. Zu den Spielregeln gehören z. B.: aktiv Zuhören, ausreden lassen, sich konstruktiv einbringen, diszipliniert sein, aufeinander eingehen, Ich-Aussagen machen, situative Störungen bearbeiten. (Teamentscheidung über Dialogregeln herbeiführen)

3. Die Berater

Die Berater orientieren sich mit ihren Beiträgen an dem, vom Fallgeber eingebrachten, Beratungsanliegen. Das Beraterverhalten ist wach, zugewandt und offen, orientiert sich an der unmittelbaren Wahrnehmung der Fallgeberaussagen und ist bestimmt vom Vertrauen in dessen Integrität. Die Berater sind ehrlich und echt und begreifen ihre Beiträge als Angebot und Dienstleistung für den Fallgeber. Sie schöpfen ihre Gedanken zur Fallproblematik und zu den möglichen Lösungen aus ihren Alltags- und Praxiserfahrungen, sowohl aus ihrem Wissen und ihrer Intuition.

4. Der Visualisierer

Der Visualisierer soll die Beiträge der Berater möglichst original in Stichworten schriftlich und fortlaufend auf FC-Blatt festhalten, ohne sie zu verfälschen oder gar unbewusst in seinem Sinne zu verändern. Dies gilt besonders da, wo die Beraterbeiträge noch ins „Unreine“ gesprochen, fragmentarisch und scheinbar „unfertig“ sind. Die Schreiberrolle erfordert ein hohes Maß an Disziplin und Distanz, aber auch Schnelligkeit und vor allem die volle Konzentration auf die Gruppe.

Fortsetzung folgt: